Über die Anstalten
Hier erscheint bald ein ausführlicher Führer durch alle 29 Gefängnisse Österreichs.
Auch ein steckbriefartiger Vergleich etlicher unserer Anstalten ,mit Schwesternanstalten in Deutschland ( geschlossener ,halboffener,offener Vollzug ) ist schon in Arbeit .
Hier werden auch viele Berichte über Gefängnisse in den verschiedensten Ländern gebracht - dies auch in verschiedensten Sprachen .
Anfang der 70ger wollten sie im LGI Wien den Briefverkehr für Häftlinge freigeben - viele kennen noch die früheren Regeln ( ein Brief pro Woche ,einer pro 14 Tage oder einer im Monat ) - eine Flut von Briefen war die Folge,der Versuch wurde nach drei Tagen eingestellt .
Inzwischen haben wir einen fast freien Briefverkehr und wissen, daß man nur die ersten Tage überstehen muß,um Normalität zu erreichen.
Diesen Umstand soll jeder bei dieser Homepage in Rechnung stellen !
Kein Gefangenensprecher per Gesetz,kein Gefangenenbeirat,die paar "Hauszeitungen " unterlagen peinlichster Zensur - also werden wir anfänglich Frust von von Jahrzehnten zu spüren bekommen. Zu lange wurde die Bevölkerung ein moderner Strafvollzug verkauft - viel Geld für Bauten,drinnen der alte Geist .Unser liebstes Blatt lebt gut davon ..... Nun haben wir die Situation,das die Österreicher auf der einen Seite immer höhere Strafen verlangen ( glauben Sie mir, unsere Strafen sind auf höhstem Niveau ),ein Teil will für allerlei Vebrechen Lebenslang einführen,ein anderer schreit nach Wasser,Brot und Hiebe ,wieder andere für einmauern,aufhängen uä. Ist verständlich,da der Bürger nie objektiv informiert wurde . Hier muß gesagt werden, daß es das alles schon gab/gibt . Gefangene die 16 Jahre lang in einem Gitterkäfig gehalten wurden. Noch immer wird Dapotum gesprizt - wen ich ihnen genau schildere ,was nach so einer Spritze die nächsten Wochen geschiet (ohnen Gegenmittel zur Entkrampfung ),bringen Sie Ihr Essen nicht runter ....... In jedem größerem Gefängnis Österreichs kann man die Tschickglauber beobachten - das bibt es in keinem vergleichbarem Staat auf der Welt . die Häftlinge erleben einen unheimlich schlechten Vollzug und durften nicht mal ihren Frust darüber los werden .
Geben wir ihnen die Chance das loszuwerden. So werden wir danach viele positive Vorschäge erleben und ihre Mitarbeit bei der Umsetzung dieser .
JUSTIZ ANSTALT WIEN - SIMMERING
KAISEREBERSDORFERSTRASSE 297
1110 WIEN
TEL.: 01/ 769 69 16
Knapp über 500 Gefangene - die Hälfte dovon in U-Haft
Historisches
Im Jahre 1250 bildeten Seitenarme der Schwehat im Osten außerhalb Wiens eine Insel , auf der sich die Burg Ebersdorf , getrent vom gleichnamigen Ort , befand .
1269 und 1401 sind Wassergräben und Mauern der Burg in einem Testament einer Ministerialenfamilie erwähnt .
.Die Stadtarhäologin Karin Fischer-Ausserer legte u.a. eine Quaderecke aus dem 13.Jahrhundert frei .
Von der mittelralterlichen Burg zum Renaissance-Jagdschloß bis hin zur Justizanstalt , gab es acht Baufasen .
1493 -1519 übernahmen die Habsburger unter Kaiser Maximilian I die Buerg und erweiterten sie zum Jagd und Lustschloß .
1745 erklärte die Dopelkönigin und Erzherzogin von Österreich Maria Theresia ( den Titel Kaiserin erhielt sie nur als Gattin des römischen Kaisers Franz I ) das Schloß zur Unterkunft und zum Arbeitshaus für Arme und Bettler .
Ihr Sohn Josef II quartierte 1773 Militär ein .
1920 adaptierte der Bund den leerstehenden Komplex als Jugendstrafanstalt .
1945 erfoglte die Umbenennung in Bundesanstalt für Erziehungsbedürftige .
Ab hier gründete sich der Ruf das " schlechteste Erzieungheim " ,einer " Hochschule für Kriminelle "
Unter den 10-14 Gruppen gab es zwei Starfgruppen ( die 3er und 5er -Gruppen ), wo Jugendliche ( 14 -21 Jahre alt ) bei Vergehen wie Fluchtversuch u.ä. inhaftiert und oft grausam bestraft wurden .( Der Ferfasser befand sich 1964 auf einer dieser Strafgruppen ).
Anfang der 50 ziger-Jahre wurde ein Bezirksgericht mit Gefängnis in Kirchberg am Wagram NÖ. in eine Aussenstelle umfunktioniert . Dies war die Non-Plus-Ultra - Strafgruppe von Kaiserebersdorf .Sicher gab es keine Erhebungen in diese Richtung , trotzdem nehme ich an , adss dort " behandelte " Probanten sicher über 90% Kriminelle wurden / blieben .Einfache ( vergitterte ) Fenster ,Heizkohle nach Betragen , nichtrauchen , Schweigegefängnis, Hiebe und Sport als Disziplinierung : " Und 100 Liegestütze ! " -" Zwölfte und unten bleiben ! Hoch und 13te und unten bleiben ... "
In den 60 ger Jahren wurde nach Arbeitsleistung ( Splinten zupfen u.ä. ) verteilt .Die Wärme mit der Stückzahl der Brickets , ab 16 Jahren ein paar Zigaretten ( Dreier ) pro Tag .Die Hiebe und Sportdisziplinierung blieben .
Diese damalige Außenstelle steht für Sadismus / Masochismus in Reinkultur .
1975 wurde endlich die Bundeserziehunganstalt geschlossen und ab da ein Gefängnis für Erwachsene.
Wegen Überbelegung des Landgerichts Wien -Josefstadt ,wurde 1995-1998 ein fünfgeschossiger Sicherheitstrakt für U-Häftlinge errichtet .
In diesem befinden sich heute 250 Mann ( dabei auch Strafhäftlinge ; für diese ab 16 Uhr 30 Einschluß - die Drogenfreiezone auf der gleichen Abteilung hat bis 20 Uhr offen ).Helle , reinliche Zellen . Eine Stunde Freigang pro Tag . Pro Woche 2 x eine 1/2 Stunde Besuch .
Das Essen wie in der JA Wien-Josefstadt. Die ärztliche Versorgung extrem gut . Will hier gleich Schwester Inge vor den Vorhang bitten ! Zahnarzt sehr gut .
Die Beamten nett,freundlich , verhalten sich auch Ausländern gegenüber normal .Die wöchentliche Ausspeise führ alle 500 Einsitzenden sehr gut -mann bekommt alle Zeitungen/Zeitschriften und kann vieles bestellen ,die Ansuchen dauern 1-2 Tage .
Beim Anstaltsleiter Mag.Timm erreicht man in 1-2 Wochen einen Gesprächstermin .
Ursprünglich war diese Anstalt für Strafgefangene mit kürzeren Reststrafen ausgelegt . Ausbildung in verschiedenen Berufen . Halboffen bis offen geführt.( Inzwischen werden diese Strafgefangenen nach Stein oder andere größere Häuser verlegt - wo sie sofort zu gefährlichen Menschen werden .
Einige arbeiten noch jetzt bei Firmen in Wien und schlafen nur mehr in der Anstalt . Im linken Trakt wurden früher Gruppenräume verkleinert und Wöhngruppen eingerichtet . Die Fenster unvergittert , mit Schloß gesichert .
Freizeit : Billard, Tischtenis ,Dart ,Kraftkammer und Wuzler .
Im rechten Teil befinden sich die Freigänger - Ausgänge bis zu 2 x pro Monat .Hier ist alles komplett offen .
Diese für Östrrreich - teiweise -vorbildliche Anstalt , wurde durch die Hereinahme von U-Häftlingen nicht nur für die Strafgefangene verschlechtert .....Man denke dabei nur an die vielen täglichen Auführungen zum Gericht u.ä. ( Da zu ein maßgebender Beamter : " Wenn ich nur Auf - und Zusperren wollte , hätte ich meinen Diest gleich in der JA Wien-Jesefstadt antreten können ! )
Bewertung : Simmerig U-Haft : Knapp zei Sterne .
Strafhaft : Knapp über drei Sterne .
JUSTIZANSTALT KREMS
Kasernstraße 9
3500 Krems
Te.: 02732/77722
Anstalsleiter Oberstleutnand Peter Steiner ,ist von seinen vorherigen Arbeitsplatz , der JA Stein ,als fairer und korrekter Offizier bekannt .
Für die ca.210 Gefangenen , Frauen und Männer meist in U-Haft - wurde zeitweise der Platz so knapp,dass auch Absonderungszellen zu Normalbelag unfunktioniert wurden ...
Die korrekten Beamten essen das selbe wie die Gefangenen . Dadurch eine bessere Verköstigung wie in der JA Stein .( diese Regelung beschert zB. der kleinen JA Steyr das beste Gefängnisessen Österreichs - vom Herd .
Der tägliche Spaziergang im Hof ist Pficht und zu vergessen .- Asphalt , Grau in Grau .( dazu entschied 2004 der VwGH in einem Höchstrichterenscheid , das der U-Häftling entscheidet , ob er an die Luft geht oder nicht ! ).
Für den Normalbesuch wurde eine Zwischenwand von zwei ehemaligen Zellen entfernt ,der Besuch findet durch Glas mit das mit Sprechlöchern versehen ist statt . Führ den Tischbesuch gibt es einen Tisch .
Die Ausspeise ist billig .
Betriebe : Küche ,Wäscherei,Tischlerei ,Schlosserei/Heizhaus ( es werden auch Autos reparier ) . Unternehmerbetrieb mit Rädermontage ,die weiblichen Häftlinge mähen , ansonsten die üblichen Hausarbeiter und eine Freigängerabteilung mit bis zu 30 Mann Stand ,die sehr gut von JWB Heinrich Dürr geführt wird .
Die Bibliothek gut sortiert . - Eine schöne Kapelle .
Hauptsächlich mittlere Gemeinschaftszellen mit zwei Fenstern - die Frauen mehr auf Einzel .
Die JW-Beamtinen sorgen alleine durch Ihre Anwesenheit führ mehr Hygiene in den Zellen .
Der faire Anstalsleiter das Essen und die gute Freigängerabteilung wäre eigentlich bis zu drei Sterne wert gewesen - da aber dieses Gefängnis zum Einflussbereich des Richters HR Dr Hans Pollak ( er entscheidet über ein achtel aller Einsitzenden Österreichs bei bedingten Entlassungen ) gehört ,erhält die JA Krems nur einen Stern .
JUSTIZANSTALT SALZBURG
Schazlgasse 1 , 5010 Salzburg
Tel.: 0662/84 0 531
Anstaltsleiterin Frau Oberstleutnant Göll
210 Häftlinge zu 70 Beamte
Meist in U-Haft , sitzen sie in dunklen,öfter auch schmutzigen Zellen , dunkel wegen der dopelt gesiebten Luft ( da Fliegengitter ). In der Regel 23 Stunden Jahraus/Jahrein .
Eine Jugendabteilung , eine eine drogenfreie , eine für Sträflinge , eine für Freigänger .
Das Essen für ein österr.Gefängnis vorzüglich . Die Beamten sehr Freundlich , Der Psychologe kommt auf Anruf sofort . Auch der röm.kath.Pfarrer ist voll in Ordnung . Die Krankenstation wird offen gehalten . Kein PC in den Zellen - dafür ein PC-Raum; also vergessen wir PCs .
Wenn Arbeit , dann sehr wenig Verdienst : Salzburg ist ein Haus ,wo die Menschen wenig zum Ausspeisen haben ..... Die Ausspeise ist bei ADEG sehr teuer .
Um 14 Uhr 30 Einschluß , 1 Mal pro Woche Baden , Sport in einem neu eingerichteten Raum , wenn der Sportbeamte Dienst hat .
Der Besuchsraum klein und hinter Glas - mit gebrechlichen Besuchern am Tisch .
Eine Gefangene erhängte sich erst Ende Oktober 04 .
Bei der Weihnachtsamnestie hätten sie einen Strafgefangenen 1 Tag bedingt erlassen - er nahm die " Amnestie " nicht an .
In der Werkstatt die , die Bereiche Tischlerei , Schlosserei , Malerei und Elektro umfasst , sind 16 Häftlinge beschäftigt . Da Insp. Walter H .Tischlermeister ist , gibt es die Möglichkeit von der Pike auf zu lernen , bis hin zum Gesellenbrief .
Insp.Johann W . leitet den Unternehmerbetrieb , wo bis zu 14 Beschäftigte Waren u.ä, einsortieren. Ein Rauchfreier Betrieb .Eine Kreativgruppe unter Insp.F.wird besonders in den Vorweihnachtszeiten sehr aktiv : Malen , Töpfern , Krippenbauen , Zinngiessen ,Kerzenziehen u.ä. ,werden über einen Häftlingsfürsorge - Verein ( Weinachtsbasar ) abgesetzt . Wie in ganz Österreich , sehen die Erzeuger wenig davon .
Neu sind 11 TV-Kanäle .
Die Freigängerabteilung hat einen neuen Küchenblock mit einen Tisch und 6 Sesseln im Aufenthaltsraum . Alle Freigänger arbeiten draussen und werden um 22 Uhr in ihre Zellen gesperrt . Mit der Freigängerwohnung und deren 5 Plätze , haben derzeit 10 Gefangene diesen Status .Die Reststrafe muß unter 6 Monate liegen , Insp. K . ist für diese Abteilung verantwortlich ind prüft auch die 0,0 Promillenverordnung .
Insgesammt gesehen , das in unserem Land übliche U-Haft Gefängnis , doch mit bemühten Justizbeamten . Deswegen zwei Sterne .
JUSTIZANSTALT GRAZ - JAKOMINI
CONRAD V.HÖTZENDORFFER-STRASSE 43
TEL: 0316/832832
UND DIE DAZU GEHÖRENDE AUSSENSTELLE PAULUSTOR
PAULUSTORGASSE 15
TEL: 0361/ 807417
JA Graz-Jakomini ca.400 Häftlinge ,AST.Paulustor bis zu 100 Gefangene .
Anstaltsleiter Oberst Josef Adam kam von der JA Leoben und wird als engagierter Mann geschildert . Ähnliches hört mann auch von Kmdt. Krill .
Die Beamtenschaft wird grunsätzlich als in Ordnung beschrieben .
Das Essen ist gut und ausreichend .Das Brot wird von der JA Karlau angeliefert .
Die Zellen sind neu eingerichtet mit Teerboden ( Paulustor PVC ) und abgemauertem Klosett , mit automatischen Abzug .
Einkauf mittelmässig ,Strafgegangene € 27.- pro Woche und alle 3 Monate nochmals € 116.- aus Eigengeld .- Wenige Sonderangebote .
Spaziergang jeden Tag eine Stunde . Die Höfe begrünt .
Besuche : U-Haft 2 x pro Woche eine Viertelstunde oder 1x eine halbe Stunde ,Gespräche durch Glas mittels Telefon auch bei Strafgefangenen . Kurzfristige auch Tischbesuch .
Die Werkstätten sind modern eingerichtet : Tischlerei , Schlosserei , Buchbinderei , KFZ - Werkstatt , Schneiderei , Gärtnerei , Wäscherei ,Malerei und Küche .
Der Vortei für die Arbeiter ist , dass bis 19,30 Uhr die Zellen geöffnet bleiben . Arbeiter haben große Vorteile z.B. Sport abens , auch einen Dachspaziergang mit Laube - und können auch täglich Baden zu Unterschied zu U- Häftlingen die nur 2x die Woche baden dürfen . ( Wo sind die Zeiten , als ein herr Unterweger in Miami aufregte , dass er dort nur eine Stunde pro Tag Spaziergang und 1x pro Woche Baden hätte und nach seiner freiwilligen Rückkehr . in der JA Graz-Jakomini genau das Selbe hatte ......
Bei den U-Häftlingen wird der übliche 23 Stunden-Zellentag nachmitags hie und da , durch Tischtennis , Gruppen oder Therapie unterbrochen .
Die Ansuchen werden in einem Tag erledigt . - Hauarbeiter dürfen einen Kocher besitzen -
Der Offizier Ullrich hat die Jugend - und frauenabteilung plus das Strafreferat über .
Genug Ausgänge , wobei Vorschlägen sehr viel auf den Rat der Werkstättenleiter eingegangen wird . Auch öfter bedingte Entlassungen. Die Freigängerabteilung ist in der AST Paulustor .
Und von uns gibt es zwei Sterne mit Aufwärtspfeil .
JUSTIZANSTALT STEIN
3200 KREMS , STEINER LANDSTRASSE 4
TEL.: 02732/ 890
Hofrat Mag.Friedrich Novak DW 237 Anstaltsleiter
Oberst Helmut Hrdina DW 357 1.Stellvertreter
Oberstleutnant Ewald Greiner DW 262 2.Stellvertreter
Oberstlrutnant Johann Dreißberger DW 277 Wirtschaftsressort
Major Roland Wanek DW 256 Kultur,Freizeit,Sport
Hofrat Dr.Helmut Schandl DW 409 Anstalsarzt
Rätin Dr.E.Tadayon-Manssuri DW 202 Psyhologin
Dr.Karin Pistracher DW 278 Rechtsfragen /Strafreferat
ADir.DSA Ursula Haiminger DW 305 Soziales
Kaplan Mag.Urbanowicz DW 267 Katholische Kirche
AUSSENSTELLEN
OBERFUCHA Tel.: 02739/2240
MEIDLING Tel.: 02736/7253
MAUTERN Tel.: 02732/82933
BESUCHSZEITEN
Montag - Freitag (außer Mittwoch ) 8 - 11 und 12 - 15 Uhr Samstag 8 - 11 Uhr
Anmerkung :Das Besucherzentrum mit 100 Plätzen,teilt sich in 1.Tischbesuch ( Kameras,Häftlinge müssen an der Wand sitzen,keine Zärtlichkeiten ) 2. Normalbesuch mit einem Tisch quer durch den Raum .3. Hinterglasbesuch mit Telefonhörer .Und 4. Einer kleineren Anzahl von Kabinen für Anwltsgesoräche , Polizeivernehmungen u.ä.
Der § 93 StVG enthaltene Intimbesuch , wird in keinen Gefängnis Österreichs gestattet , also auch hier nicht .
STEIN oder " AM FELSEN "
860 Häftlinge stehen ca. 300 Beamten (mit Vertragsbediensteten und Ärzten ) gegenüber . Auch hier die Schere : Immer mehr Häftlinge stehen weniger Beamten gegenüber ,
Die Gefangenen arbeiten in 12 so genannten Wirtschaftsbetrieben , 3 Unternehmerbetrieben und 17 Arbeitsbetrieben , 3 Unterbetrieben und 17 Arbeitsbetrieben . 2002 wurden über 800000 Arbeitsstunden geleistet . Die AStunden werden nun durch Kurzarbeit weniger . Der Arbeitsverdienst pro Stunde liegt brutto zwischen 5 - 7 € . Da der Staat dies nur mit Augenzwinkern aus eigener Tasche gibt , behält er in seiner zweiten gleich den Vollzugskostenbeitrag ein , so bleiben zwischen 1,12 - 1,67 € davon wird die Arbeitslosenversicherung abgezogen , so verbleiben zur Verfügung 0,85 bis 1,67 € in fünf Lohnstufen . Unbeschäftigte erhalten 140 Stunden a 0,22 im Monat ; dies zur gänze zur Ausspeise frei .
Kurz , durchschnittlich hat ein Gefangener € 48.- monatlich Rücklage , die er für seine Entlassung anspart und ca.€ 58.-die er monatlich für Toiletteartikel,Rauchen , Zeitungen , Wertkarten , Briefmarken und Zusatzessen verwenden darf .- kann . Zwei mal pro Jahr kommt noch ein Abzug für Stromkostenpauschale.
Wenn ein Gefangener von ausserhalb Geld überwiesen bekommt , kann er mit diesen aufstocken ( bis € 38.-- pro Woche , ausser in der in der Woche in der er seinen Lohn erhält ).
Da in der JA Stein , in den letzten Monaten zu wenig Beamte zur Verfügung stehen ( Abgänger in die Pension nicht mehr voll nach besetzt werden ) ,rücken viele Betriebe öfter nicht mehr aus , so kommt mann heute durchschnittlich auf 98 Arbeitsstunden . Anmerkung .: In zwischen hat sich die Arbeitslage etwas gebessert .-- Da der österreichische Häftling schon immer wenig Geld hatte , kurbelt dies Schwarzmärkte an .Nur wo Not herrscht , entstehen solche . Ob in der Karlau , Garsten oder hier , es gibt noch Tschickklauber .--- Gefangene und Beamte werden von tausenden Verordnungenund Gesetzen gegeiselt
Häftlinge werden immer von einem Beamten geführt . Dieser hat wie früher , seinen riesigen Schlüsselbund mit . Große,kurze,lange,dünne - nach 30 JahrenDienst läuft er bißchen schief rum ... Hier wird nicht nicht der Lächerlichkeit preis gegeben , auch Häftlinge die 30 Jahre in einem durch beim Spaziergang ineine Richtung im Kreise laufen , ( Deutsche Wissenschaftler haben festgestellt , daß dies die Beine verändert , darum rufen sie dort zur Halbzeit " kehrt ! ") . Vielleicht haben deutsche Beamte deswegen auch nur drei Schlüssel auf ein Gelenk fürs ganze Haus . In Amerika fanden sie schon vor 70 Jahren dafür eine Lösung - auch heute noch , drückt dort ein Beamter auf einen Knopf und öffnet all Zellen,dannko0mmen z.B. in Quenti 4000 Häftlinge aus ihren Zellen ...In der JA Stein gaben sie gerade extrem viel Geld für eine Türstandsanzeige aus . Wenn sie mal funktioniert , soll sie anzeigen , ob eine Zelle gesperrt ist ..- - Haben Sie sich schon einmal auf einen Amt über Bürokratie geärgert ? Nun stellen Sie sich vor , dies erleben Sie jeden Tag , Stunde um Stunde , Jahr um Jahr , Jahrzehnte - das ist Strafe ..
Der größte Fortschritt hier : 200 Mann durften einen PC erwerben . Alle einen TV ( ORF 1 und 2 , DSF, Kabel1,RTL,ZDF,Eurospot,Pro7,ATV,Sat1 und VOX ) ,überall Warmwasser, Brausen in den meisten Betrieben und auf den Neubaustöcken .
Freizeitgruppen werdenj immer von Beamten geführt und finden ( wenig ) haupsächlich in der Zeit von 14 Uhr 30 bis 16 Uhr 30 statt . Gruppen die die bei uns weniger angesehen sind - Diskussionsrunden mit Beamten - werden forciert .Beliebte Gruppen kürzer gehalten .
Als Beispiel die Fußballgruppe : Vom Erstvollzug gehen dreimal pro Monat bis zu 15 Mann je 2 Stunden , das übrige komplette Haus mit bis zu 9 Mann 2 Stunden . einmal im Monat zum Fußballspielen .
Der zweite Sprung auf diesemSektor gelang mit Billard . Es gibt zwei Gruppen mit je 9 Mann , eine spielt jeden Samstag die andere Sonntag vormittag aufgeteilt auf drei Tischen .Einige österreichische Spitzenspieler , spielten schon hier .Unser bester Spieler konnte mit einem regierenden Staatsmeiter in dieser Spezialdisziplin schnittmäßig mithalten . In 12 Jahren gab es hier nicht eine einzige Streiterei !
Fast alles in diesen Raum wurde von Firmen gesponsert , die Bilder bekamen wir von bekannten Künstlern wie Joos, Krystufek Kulamarva, Maron,Humpel , Vitovec und den Herren Flora , Ringel , Hammerstiel , Staudacher , Fink , Herzig , Damiscxh , Zogmayer ,Nestler , Christian ,Wöhrer , Zadrazil ,Herzl ,Selichar ,Seierl , Trenkwalder , Hradil ,Oman , Bruckmeier , Brettschuh , Kumpf , Weinberger , Painitz , Stecher , Kand , Haller , und Rischanek , geschenkt .Wir bedanken uns nochmals bei diesen Könnern!
Wie bei uns üblich , kann ich einzeln hinterfragen : braucht ein Häftling Billard ?Zahnstocher ? Fernsehen ? Eis essen ? Moderne Unterhosen tragen ? Warum geben wir dem Kerl eine Uhr ? U.s.w. u.s.f. Wie viele zusätzliche Strafen , abgesehen von den gesetzlich vorgesehenen , will jeder Einzelne dazu geben ?
Zurück zur Hausbeschreibung : der 1873 fertig gestellte Sternbau ( nach Nürnberger Muster ) mit Einmannzellen , Die durch Überbelag manchmal zu Zweimannzellen auf ca. 10 m2 werden , bis Dreimannzellen , der Ostflügel sollte Platz für 320 Mann bieten .
Eimal pro Woche werden die Zellen der 12 abgesperten Abteilungen von 14 Uhr 30 bis 16 Uh r30 geöfnet .Da kann sich der Gefangene entscheiden , ob er sich anstellt um zu telefonieren (falls die diesbezüglichen Ansuchen gestattet wurden ), stattdessen zu einem Deutschkurs geht oder zu Nachbarn auf einen Kaffe .--- In den Zubauten , also neueren Abteilunge ist dies besser geregelt . Dort können manche Stöcke bis 17 Uhr 30 in die Freizeiträume , Brause oder anderren Zellen am Stock gehen . Drei Abteilungen haben bis 20 Uhr offen .Alle täglich ! --- Jeder Häftling im Haus kann immer Licht ein oder ausschalten .
Dsa Essen ist weit besser , als z.B. in der JA Wien-Josefstadt . Besonders in letzter Zeit etliche positive Neuerungen ( besseres Obst uä.) Wie bei den Österreichern draußen , herrscht Übergewicht ... Für alles muß man ansuchen. Sogar für eine angekommenen Bibel .
Die meisten hier sind im normalen Leben gescheitert , also lern man ihnen dieses , indem man ihnen 99% davon entziet .--- Die vielen sexuellen Übergriffen früherer Jahrzehnte gibt es nicht mehr . In dieser Hinsicht ist die Jugendstrafanstalt Gerasdorf weit gefährlicher ...
In unseren Anstalten gab es schon früher weit weniger Ausgänge als in allen vergleibaren Staaten . Im vergangenen Jahr wurden diese Ausgänge hier extrem beschnitten - ergibt ein großes Frustkapital .Hier geht es oft darum , das die vom Gesetz zustehenden Ausgänge trotzdem abgelehnt werden .
Hinter diesen Ablehnungen folgen immer wieder Ablehnungen des Senates für bedingte Ebtlassungen des Lg.Krems , wo mit " keine Entlassungsvorbereitungen "oder" noch zu wenig Entlassungsvorbereitungen !" sehr oft eine mögliche frühere Entlassung abgelehnt wird . Dies bedeutet , machen die nichts , könnnen wir zusätzlich etliche damit ablehnen . --- Ein unwürdiges Ping-Pong_Spiel , bar jeder Ethik .
In dieser Sache muß man neue Wege andenken . Zum Beispiel Abschaffung dieder Ablehnungsgesetze - wir würden auf dieser Art viel Geld und Ärger einsparen .--- Gleiches gilt für die Weihnachtsamnetie. Amnestie oder Begnadigung haben in Österreich eine andere Bedeutung als in anderen Staaten . Hier werden sie zu einer bedingten Entlassung .
Bei der Weihnachtsamnestie hir im Haus werden durchschnittlich 20 Gefangene bed. entlassen ( 2004 drei Gefangene . 2005 keiner ) 17 sind Ausländer mit kurzem Strarest , davon bleibt der Großteil gleich im Haus - sie werden in Schubhaft überstellt . War im vorigen Jahr sehr lustig , da der Begnadigte weiterhin auf seiner Zelle verblieb ( bis 6 Monate möglich ) . Den drei Österreichern wurden durchschnittlich vier Wochen bedingt nachgesehen . Diese überraschendende Entlassung , brachte jede Menge Schwierigkeiten . Zwei der drei Inländer wurde bald rückfällig . --- Viel Theater in der Presse , wenig dahinter . Auch hier der Vorschlag , daß die Weihnachtsamnestie ersatzlos gestrichen wird - von diesem Haus gesehen ist sie nicht diesen riesigen bürokratischen Aufwand wert .
Wenig Rauschgift im Haus . Die größte Verteilung betreibt der Staat in Form der Substitutionsprogramme . Durchbricht ein Häftling dieses Monopol und verkauft diese ihm anvertraute Pulver , bekommt er vom Lg. Krems 12 Monate Zusatzstrafe .Mein Nachbar bekam auf eine Haschzigarette vier Monate Haft .
Die größte Strafanstalt Österreichs , ist ein sehr verwinkeltes Haus . Seit fast 20 Jahre wird immer irgendwo gebaut ,oder ausgebessert .
Alles ist sehr kompliziert , umständlich , oft unmöglich .Alles hat Zeit und nochmals Zeit . Wenig wird erledigt . Vieles immer wieder Hinausgeschoben . --- Zu wenig ( oder allzu viele ) Richtlinien . Alle Beamten sind Geheimnisträger . --- Dem Gefangenen wird hier verkündet , er bekommt grunsätzlich nichts sxchriftiches in die Hand . Kein Gutachten, nichts .
Es liegen für uns keine Gestzbücher auf ! --Wen wundert es , daß die Einsitzenden hier immer unselbständiger auch immer dümmer werden ?
Viel Schein, wenig Sei (Dieser Bericht ist von einem Langjährigen,aus der JA Stein,Herrn Friedrich Olejak )
|